Historische Bauweisen – Eine Deutschlandreise

Bei einer Fahrt quer durch Deutschlang und unter genauerer Betrachtung der Umgebung kann man so manche Beobachtung machen.

Die Landschaften sind mal bergiger, mal flacher, dann gelangt man vorbei an Weiden, bis es wieder waldiger wird. Mancherorts ist es eher ruhig, gemütlich und ländlich, dann kommt wieder eine hell erleuchtete lebendige Metropolenregion.

So kann man im Alltag feststellen wie vielfältig dieses Land ist und es gibt dort mit Sicherheit noch zahllose weitere Beispiele.

Ein Beispiel ist die Art zu Bauen. Diese ist je nach Verfügbarkeit von vorhandenen Rohstoffen, klimatischen Bedingungen und ortsabhängiger, stilistischer Vorlieben sehr Unterschiedlich. Viele der historischen Bauweisen beeinflussen auch heute noch Neubauten der Regionen in Material und Form.

In Nordfriesland ist das „Uthlandfriesische Haus“ typisch. Es besticht durch die rote Backsteinfassade und hat eine zweiteilige Klontür und Sprossenfenster. Das Dach ist aus Reet. Da Reet allerdings leicht entflammbar ist, lenkt ein Spitzgiebel im Falle eines Feuers das brennende Material zur Seite.

Für die norddeutsche Tiefebene ist das „Hallenhaus“ die traditionelle Art zu bauen. Auch das Hallenhaus hat ein Reetdach. Unter diesem Dach sind sowohl Wohnung, Stall und Erntelager zusammengefasst.

Das „Bergische Schieferhaus“ ist wie der Name bereits vermuten lässt im bergischen Land beheimatet und ist bekannt für seine Schieferfassade mit weißen Fenster- und Türlaibungen, sowie den grünen Fensterläden.

Im Spreewald und der Lausitz ist das aus Bohlen gebaute „Spreewälder Blockhaus“ die klassische Art zu bauen. Die Bohlenaußenwände wurden mit Lehm abgedichtet und die Strohdächer sind aufgrund ihres leichten Gewichts eine perfekte Ergänzung für den Sumpfartigen Untergrund um ein Absacken zu vermeiden.

Original in Bayern und Oberschwaben ist das „Bayrische Landhaus“, das mit einem großen, witterungsbeständigen Flachsatteldach bedeckt ist. Besonders an diesen Häusern ist vor allem die Lüftlmalerei, die an mittelalterliche Illusionsmalerei angelehnt ist und über Türen und Fenstern angebracht ist.

Im südlichen und mittleren Schwarzwald sind die Häuser an die Hanglage angepasst, außerdem müssen sie großen Windbelastungen und Schneemengen standhalten. Aus diesem Grund sind die „Schwarzwaldhäuser“ traditionell aus Naturstein gebaut. Bedacht sind sie mit einem sogenannten Krüppelwalmdach mit Holzschindeln.

Incoming search terms:

Responses are currently closed, but you can trackback from your own site.

Comments are closed.