Entspannt unterwegs

Fahrerassistenzsysteme machen das Autofahren sicherer und komfortabler

(djd). Ein Bremsmanöver, weil plötzlich ein anderes Fahrzeug ausschert, Stop-and-go im Berufsverkehr: Wer regelmäßig Auto fährt, kennt stressige Situationen zur Genüge. Plötzliches Bremsen empfindet jeder Zweite als anstrengend, dahinter folgen das Durchfahren enger Autobahnbaustellen und das langsame Vorankommen im Stau als besonders nervende Situationen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie im Auftrag von Bosch. Elektronische Beifahrer in Form von Fahrerassistenzsystemen können in diesen Fällen künftig für Entlastung sorgen.

Gefahren erkennen

Wer entspannter fährt, ist sicherer unterwegs: Assistenzsysteme sind darauf ausgerichtet, Gefahren frühzeitig zu erkennen, den Fahrer zu warnen oder selbst aktiv zu werden, etwa in Form einer Notbremsung. Dazu sind Umfeldsensoren wie Radar, Video oder Ultraschall permanent aktiv. So gibt der Assistent beim unbeabsichtigten Verlassen der Spur ein Signal, hält automatisch den Abstand zum Vordermann oder überwacht den toten Winkel. Da der überwiegende Teil der Verkehrsunfälle auf menschliche Fehler zurückzuführen ist, können die elektronischen Helfer Sach- und Personenschäden vermeiden helfen. Bosch-Untersuchungen zufolge könnten beispielsweise mit dem vorausschauenden Notbremssystem bis zu 72 Prozent aller Auffahrunfälle mit Personenschaden verhindert werden.

Automatisiertes Fahren

Wichtig ist dafür eine flächendeckende Verbreitung der Systeme. Da die Technik in vielen Fahrzeugklassen, bis hin zu Klein- und Kompaktwagen, verfügbar ist, wird sie für immer mehr Autofahrer bezahlbar. Die Entwicklung bleibt damit indes nicht stehen. In der Zukunft wird das automatisierte Fahren stark an Bedeutung gewinnen, sind Experten wie Gerhard Steiger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control, überzeugt: "Anfangs beschränkt auf Stausituationen, wird das automatisierte Fahren in Zukunft mit immer höheren Automatisierungsgraden bei immer höheren Geschwindigkeiten möglich sein." Erste Systeme werden bereits in der Praxis erprobt.

ABS und ESP – Meilensteine für mehr Sicherheit

(djd). Wie kann Technik das Autofahren sicherer machen? Mit diesem Thema setzen sich Fachleute seit Jahrzehnten auseinander. Bereits 1978 war das erste Antiblockiersystem (ABS) von Bosch in Serienfahrzeugen verfügbar – heute ist diese Hilfe beim Bremsen nicht mehr wegzudenken. Airbags und die Antriebsschlupfregelung gingen in den 1980er Jahren in Serie, 1989 folgten die ersten Navigationssysteme. Einen weiteren Meilenstein stellte das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) dar, das 1995 erstmals von Bosch eingeführt wurde. Es verhindert das Ausbrechen und Schleudern von Fahrzeugen in vielen Situationen und gehört heute zur Pflichtausstattung in Neufahrzeugen. Zugleich bildet ESP die Basis für viele neuartige Assistenzfunktionen.

Responses are currently closed, but you can trackback from your own site.

Comments are closed.