Blutdrucksenkende Mittel

Blutdrucksenkende Mittel müssten ca.20 Millionen Menschen im Lande nehmen. Etwa jeder Dritte Deutsche hat zu hohen Blutdruck. Manche wissen es auch nicht. Wer wirklich zu hohen Blutdruck hat, muss etwas dagegen tun, weil sonst das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall steigt. Dass es nicht nur Medikamente gibt, um seinen Blutdruck zu senken, möchte ich hier nicht näher beschreiben. Hier geht es jetzt eigentlich eher darum, wann man blutdrucksenkende Mittel nehmen muss, bzw. welcher Blutdruck als zu hoch gilt.

Hier gibt es nämlich eine neue Studie, die in der Datenbank Cochrane Library im Internet veröffentlicht wurde. Dieser Studie liegen sieben Studien mit über 22 000 Teilnehmern zugrunde. Das Ergebnis sagt, dass es KEINEN Beleg dafür gibt, dass Bluthochdruckpatienten einen Vorteil davon haben, den Blutdruck mit Medikamenten unter 140/90 zu senken. Dies ist ziemlich sensationell. Die als nächstes geplante Studie soll prüfen, ob es einen Nutzen bringe, den Blutdruck unter 130/80 zu senken.

Patienten, die derzeit blutdrucksenkende Mittel einnehmen, sollten mit ihrem Arzt sprechen, wenn sie vermuten, dass sie z.B. durch Gewichtsabnahme oder einen geringeren Kochsalz- oder Alkoholkonsum möglicherweise ihren Blutdruck bereits gesenkt haben.

Bestrebungen, Zielwerte des Blutdrucks noch weiter zu senken, sind sehr umstritten. Alleine dadurch würden vermutlich einige Millionen Menschen mehr zu Bluthochdruckpatienen. Der wirtschaftliche Aspekt, der hier dahintersteckt, ist enorm.

In Gesundheitsdingen bin ich dafür, alles kritisch zu hinterfragen, bevor man Chemie mit viel Nebenwirkungen schluckt. Nicht jeder braucht blutdrucksenkende Mittel.

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